DIE KUNST GEFUNDEN ZU WERDEN

Wir wollen nicht einfach eine Bachelorarbeit schaffen, wir möchten irgendwie mehr. Reichweite ist deswegen ein total wichtiger Punkt für uns. Das meiste herausholen, dreist sein wie’s nur geht und allen von Kaleidoskop erzählen.

Mit Redaktionsleitern Oli und Anna, die immer ein offenes Ohr für uns haben, reden wir viel über Inhalt und Bild. Oli ist fest davon überzeugt, dass wir den Blog schon eher hätten starten sollen und, dass jede für uns noch so kleine Diskussion, die wir ARTischocken untereinander haben,  für den Leser interessant sein könnte. Gerade wenn es darum geht, wie wir Geschichten erzählen. Gehen wir auf Bild oder Inhalt? Wie schaffen es drei Köpfe, die unterschiedliche Geschmäcker haben, sich auf eine Storyline zu entscheiden? … Manchmal sind wir uns da auch nicht sicher, zum Glück sind wir eine ungerade Zahl und können in harten Fällen einfach demokratisch entscheiden.

Aussagen verweben

Das mit den Clips war bei Rinaldo und Johanna irgendwie einfach. Da gab es ganz klare Abschnitte sozusagen und die konnte man super zu den verschiedenen Clips zuordnen. Bei Ann-Katrin ist das schon schwieriger. Schon ganz am Anfang hat sie uns vorgewarnt, dass es außerhalb des Tanzens nicht viel gibt. Als ich sie gefragt hab, ob sie eine Zeitschrift für ein Schnittbild lesen würde, hat sie ganz verwirrt geschaut. Für sowas hat sie keine Zeit, auch für’s Serien schauen nicht … ganz schlimm zu hören, für mein medienliebendes Herz. Ihre externen Jobs, ihr Tanzlehrer-Dasein und sie als Tänzerin sind stark miteinander verwoben, sodass wir hart daran arbeiten müssen, jedem Clip eine andere Note zu geben.

Fragen über Fragen

Nicht nur die Clips schaffen, sondern auch die Einbettung der Videos ist eine Herausforderung. Die Idee einer Webdoku auf Klynt, hört sich doch gut an. Eine Webseite schaffen ohne programmieren zu können, super Sache! Doch die Idee mit Klynt zieht einen Rattenschwanz mit sich, der immer länger zu werden scheint. Klynt lässt viele gestalterische Mittel zu, das heißt aber auch das viele gestalterische Fragen geklärt werden müssen: Schriftart, Buttons, Farben, Logo etc. Auch inhaltlich muss man sich überlegen, welche Verknüpfungen taugen und wie viel bietet man außerhalb der drei Portraits?

Crossmediales Storytelling oder so ähnlich

Nach langem Grübeln, wie wir das meiste aus unser Idee schöpfen, kommen wir auf die Idee, einen Blog zu starten. Ihn einen Monat vorher zu launchen und so den Leuten Zeit zu geben sich durckzuklicken, reinzuschnuppern in das Projekt Kaleidoskop. Bei allen Dreien wird in den nächsten Wochen fleißig in die Tasten gehauen, um Content für den Blog zu schaffen.  Doch ein Blog ist auch nicht ohne, SEO soll gelernt sein, leserfreundlich Absätze sind auch so ein Ding und dann will der Blog auch nicht immer so wie wir wollen. Aber um nen Blog zu Launchen, braucht man unbedingt Facebook. Und für Facebook unbedingt Teaser. Teaser in Form von Videos, Fotos und Zitaten. Und das muss alles geplant sein. Und plötzlich wird aus unserer Webdoku mehr und mehr ein crossmediales Projekt mit Social Media Kampagne…..shit, was haben wir uns da eigentlich gedacht? Das Andere immer wieder den Aufwand Klynts betonen macht es auch nicht einfacher, schön dass es Freunde gibt, die einem dann sagen „Scheiss auf die anderen. Ich glaub an dich“.

Handy weg und zurücklehnen

Weil es das Internet ist und uns unsere Erfahrung zeigt, dass ganz schön schnell weggeklickt wird, machen wir uns Gedanken über die Länge unser Beiträge. Kurz und knackig, richtig? Aber wie soll das gehen, wenn jemand seine drei Jahre kräftezehrende und charakterverändernde Ausbildung auspackt und uns tief Bohren lässt. Ich kann nur hoffen, ihr nehmt euch die Zeit, legt euer Handy weg und hört Ann-Katrin und unseren anderen Protagonisten zu, wenn sie euch so in ihr Leben lassen.

Verfasst von Selam

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